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""Verrückt kann man ihn wohl nicht nennen, es handelt sich bloß um einen, der ist und es nicht fertigbringt dazusein.""

(Italo Calvino - Der Ritter, den es nicht gab)
14.10.10 09:56


ab heute.



miau.

mit mir.
24.9.10 14:55


nachtrag 3

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in dem haus an der straße, wo die essensstände sind, ist schon wieder wer gestorben: vor ein paar wochen jemand anderer, diese großen runden glanzstanniol-blumen werden aufgestellt und kracher.
heute haben sie planen über kopfhöhe ausgehängt, damit die blumen nicht nass werden. und viele leute waren dort, lachende alte frauen, rauchende männer und ein verweint aussehendes junges mädchen.

abends auch: eine bierflasche zerschellt nicht weit von mir, chinesenliebesstreit, ein junge sitzt am rand und hat das gesicht in händen.
23.9.10 18:37


nachtrag 2

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der zug ist eine glitzernde, vorbeiziehende girlande für die brücke/es gibt einen moment, da ist der gesamte zug über dem wasser
22.9.10 14:58


nachtrag 1

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herbst ist/ich nenne sie maulbeerbäume, weil mir kein besserer name einfällt/die maulbeeren liegen am beton/manche platzen mit einem knacks, wenn man drauf tritt/manchmal sind meine füße zu weich/die sonne auch/und die blätter; die bäume stehen als heimatwald zwischen häusern/ich möchte durchlaufen, mich verirren, aber da sind mauern/jemand anderer bringt den mythos auf, zu hause gäbe es nur zäune/das ist gelogen
22.9.10 14:31


defibrillator

oder: keine schnittigen berichte aus den w-lan-netzen anderer länder. oder: auch nur ein zeichen des allgemeinen verfalls. oder: oder oder.

ich verliere mich in nabokovs erzählungen (wunderbar), in plaths tagebuch (therapie und zerstörung) und einem roman von der mitgutsch (und staune vor der recherchearbeit und komme wohl nicht umhin, später noch moby dick zu lesen).

möglichkeiten durchfiebern mich & bücher werden wie medikamente gekauft und nachlässig konsumiert. ich bin nicht dort, nicht hier und will gar nicht irgendwo ankommen - zumal ich auch der lüge erliege, dass ich eh nirgendwo erwünscht wäre.

die möglichkeiten erscheinen mir wie spielereien, die literatur, kochrezepte und nett gekleidete menschen - spielereien. aber: das einzige was bleibt.

deswegen - ganz fasziniert davon, das in meiner kleinen bezirksbibliothek zu finden. und dann verschlingen zu können.


16.9.10 16:13


schattenspiel in wolkentraum.

und ich bin nicht pathetisch. die stadt heißt so. (bzw. der kreis, um genau zu sein. in hubei.) (und es gibt in wolkentraum einen schlafender-tiger-platz und eine schlafender-tiger-straße.)

ich bin mehr grantig auf vieles als enthusiastisch, aber in manche dinge bin ich verliebt. jetzt. eines davon ist - hautschatten. ich hab es so mit den pathetischen übersetzungen heute. aber wenigstens schattenspiel ist auch direkt und pathetisch aus meiner jetzigen konfusen sprachwelt herausgefischt und doch verständlich, ist es doch, ist es doch?

ich will mich jetzt auch nicht auslassen darüber, wie unwohl man sich als junge blonde europäerin in einem saal (ur)alter zentralchinesischer bauern fühlen kann, aber gelohnt hat es sich trotzdem. wie das halt so ist, mit der liebe.















und dann wieder nach hause, eine knappe stunde mit dem zug




im übrigen gibt es darüber sogar einen schöneren bericht (in chinesisch) mit schöneren bildern (universal) - schattenspiel in wolkentraum
7.6.10 17:47


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sonnenhunde. suizidankündigungen.